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Salat mit Roter Bete, Avocado und Erbsen

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Rote Bete … hab ich die als Kind gehasst! Säuerlich eingekocht und im Wellenschliff im Kühne-Glas, pfui bah! Es sollten Jahrzehnte vergehen, bis ich das erdige Wurzelgemüse in seiner wunderbaren Vielfalt kennen- und lieben lernte. Heute freue ich mich immer, wenn ich ein neues Rezept mit den tollen Knollen entdecke. Zum Beispiel dieses von Yotam Ottolenghi, von dem ich im Moment eh nicht genug kriege. Es ist geschmacklich raffiniert, aber total einfach zuzubereiten!

Das Besondere daran: Die Rote Bete wird nicht im Ganzen gekocht, was ja ziemlich lange dauert, sondern in dünnen Scheiben kurz blanchiert. Frische Knollen kaufe ich normalerweise nie, sondern nehme die vorgekochten aus dem Bio-Regal – ich finde, die schmecken auch. Für dieses Rezept hab ich eine Ausnahme gemacht und auf dem Markt ein paar von diesen unscheinbaren runden Gewächsen gekauft. Und damit sind wir auch schon mittendrin in dem Rezept zu diesem köstlichen Salat aus eben Roter Bete, Avocado und Erbsen. Die Kombination dieser Lebensmittel hörte sich für mich so schräg an, dass ich sie unbedingt ausprobieren musste. Und siehe da, wie immer bei Ottolenghi: sie funktioniert!

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ZUTATEN (für 4 Leute)

Gemüse:
4 apfelgroße, frische Rote-Bete-Knollen
1 große rote Zwiebel
2 essreife Avocados
150 g TK-Erbsen (oder frisch)
eine gute Handvoll Feldsalat

Würze:
frischer Koriander
frische Minze
Chilisauce (z. B. Tabasco)

sonst noch:
3 EL Essig (Sherry oder Rotwein)
Olivenöl
0,5 TL Zucker
Salz + Pfeffer

ZUBEREITUNG

Schäle die Rote-Bete-Knollen und schneide sie in so dünne Scheiben, wie du kannst. Sie werden nun in kochendem Wasser blanchiert, d. h. sie sind danach noch nicht wirklich gar, sondern schön bissfest. Nach circa 5 Minuten abgießen und mit kaltem Wasser abschrecken, dann trockentupfen und in eine Schüssel legen.

Während die Rote Bete köchelt, kannst du schon mal die rote Zwiebel in ganz dünne Ringe schneiden und sie mit dem Essig, dem Öl, dem Zucker, der Chilisauce (ohne schmeckt’s auch), einem Teelöffel Salz und etwas Pfeffer mischen. Vermenge diese Mixtur dann vorsichtig mit der Roten Bete und lass das Ganze eine Weile durchziehen.

Zeitgleich kannst du in einem anderen Topf die Erbsen, egal ob frisch oder tiefgekühlt, kurz blanchieren und dann abschrecken. Ich hab TK-Erbsen genommen, denn Erbsen pulen ist Arbeit für einen, der, wie es so schön heißt, Vater und Mutter erschlagen hat.

Die Avocados werden geschält und in dünne Längsscheiben geschnitten.

So, jetzt muss nur noch zusammenkommen, was zusammen gehört. Verteile dafür die Hälfte der Bete-Zwiebel-Mischung auf einer flachen Schale oder einem großen Servier-Teller. Darauf kommen die Hälfte der Avocadoscheiben, des Korianders, der Minze, des Feldsalats und der Erbsen. Darauf der Rest der Bete-Zwiebel-Mischung und die zweite Hälfte der restlichen Zutaten. Noch etwas Olivenöl draufgeträufelt, und fertig ist dieser ganz besondere Schichtsalat.

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Die Komposition hört sich gewagt an, oder? Aber du wirst sehen, alles verbindet sich wie von Zauberhand zu einem absolut stimmigen großen Ganzen! Und was bei diesem Gericht wirklich stimmt: Das Auge isst mit, und wie! Die Rote Bete färbt die Zwiebeln knallrot, und das Hellgrün der Avocados sowie das Giftgrün der Erbsen sind ein toller Kontrast dazu. Also ein Augen- und Gaumenschmaus zugleich!

Bin gespannt, ob euch der Salat auch gefällt. Schreibt unbedingt ins Kommentarfeld, wie ihr ihn findet!

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5 Kommentare

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  2. Habe gestern diese wunderbare Rezept nachgekocht. Die Chilisauce habe ich wegen Unverträglichkeit des Stoffes Capsaicin weggelassen, Minze hatte ich auch keine bekommen, und Kerbel mag ich nicht. Für die Schärfe habe ich frisch geriebenen Meerretich genommen und statt der o. a. Kräuter glatte Petersilie genommen.
    Ein kleiner Kritikpunkt: anstatt die Rote Bete roh geschält, in dünne Scheiben geschnitten zu kochen, besser im ganzen mit Schale (dabei die Wurzel dranlassen!!!) ca. 10 bis 15 min kochen, dann schälen und auf dem Gurkenhobel in dünne Scheiben schneiden. Dadurch behält die Rote Beete den erdigen und süßen Geschmack, der leider bei der vorgeschlagenen Kochart verloren geht und im Kochwasser landet. Ansonsten eine sehr gelungene Zutatenmischung, bravo!

    • Bettina sagt

      Danke für den Tipp! Chilisauce nehme ich auch nie, aber nur, weil ich einfach nicht gerne scharfes Zeug esse. Aber dafür liebe ich Kräuter wie Koriander und Minze 🙂

  3. Nina Gronau sagt

    Hi – wie schön! Sind die Fotos von Dir? Klasse!
    Mir ging’s mit der Roten Bete genauso: viel zuviel Süßstoff oder Zucker, damit man das Zuviel an Essig übertüncht hatte; bäh (Ausnahme, fand ich, die milchsauer eingelegten von Eden aus dem Reformhaus; das mach ich jetzt auch manchmal).
    Ich lese gerade auch ein Buch von Ottolenghi, so ein rotes mit sehr haptischem Umschlag.. Aber ich koche ja so gut wie nie nach Rezepten; ich lese sie nur so gern. Das hier liest sich lecker!! (Ich find immer, Rote Bete braucht scharf oder sauer; hab’s früher oft mit Meerrettich kombiniert, jetzt sind’s häufig Kapern).

    • Bettina sagt

      Liebe Nina, danke! Mir geht’s wie dir, Kochbuchlesen allein ist schon ein Genuss. Ich nehme mir leider viel zu selten die Zeit, nach Rezept zu kochen. Aber das ändert sich ja gerade. Liebe Grüße!

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