Ruhr-Blogger*innen-Parade
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Ruhr-Blogger*innen-Parade: Pottspott – Hotspots im Pott

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10 FRAGEN AN … SEBASTION UND JANINE VON POTTSPOTT

Worum geht es in eurem Blog, worüber schreibt ihr?

POTTSPOTT handelt von Plätzen, von Lieblingsorten, von Spot(t)s im Ruhrgebiet, die wir mögen, die uns gefallen, an denen wir gerne sind. Meistens geht’s um schöne Cafés, Burger-Läden, nette Eiscafés, gerne mit veganem Bio–Eis (für uns kein Widerspruch z.B. zu den Burgern), aber wir haben auch schon über ein Tattoo–Studio berichtet, eine Mikro–Brauerei, Fashion-Labels … Grundsätzlich stehen individuelle Läden / Orte im Vordergrund, wenn jedoch auch mal ein Mittelständler ein in unseren Augen gutes Projekt aufzieht, sind wir offen, auch mal vorbeizuschauen.

Seit wann gibt es euren Blog?

Wir sind Anfang 2015 an den Start gegangen.

 

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Kieztörtchen in Dortmund

Wo bzw. wie findet ihr neue Blogthemen, was inspiriert euch?

A

uf spannende Neu-Eröffnungen werden wir oft auf Facebook aufmerksam gemacht. In Essen, gerade im Südviertel und in Rüttenscheid, bekomme ich Neues und interessante Themen aber auch oft einfach vor Ort mit, wir wohnen ja hier – das Gleiche gilt für Janine in Duisburg, die in Neudorf wohnt, oft aber auch im Dellviertel und Hochviertel unterwegs ist (kleine Anekdote: Von den Vermietern wird auch immer das tiefste Hochfeld als Dellviertel beworben ;–)). Es kann vorkommen, dass wir dann an Läden vorbeilaufen, die einfach unser Interesse wecken – sei es, weil sie schön gestaltet sind, sei es, weil wir das Produkt toll finden.

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Aus einem Blogpost über Emma und Maille in Duisburg

Habt ihr einen aktuellen Lieblingspost auf eurem Blog?

M

ein (Sebastian) aktueller Lieblingspost ist jener über SCHWARZWERK–… in Essen–Katernberg. Eigentlich hatte ich mit Tattoos nie etwas am Hut und wollte auch keins, aber durch eine zufällige Begegnung (mehr dazu im Post) kam ich auf den Geschmack. Moritz, der Besitzer, ist einfach auch ein mega–sympathischer Typ.

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Was liebt ihr am Bloggen, was nervt?

A

m Bloggen mögen wir, einen – hoffentlich – Beitrag zur für uns positiven Entwicklung unserer Region zu leisten. Zwar wollen wir auch keinen Gentrifzierungs–Overkill wie in München oder bestimmten Teilen Berlins, aber ein zumindest kleines bisschen der positiven Aspekte (lebenswerte, urbane Städte, schöne Cafés, Fahrradfreundlichkeit, ein gutes und spannendes Angebot vor Ort halt) kann dem Pott nicht schaden. Und da sind wir auf einem ganz guten Weg.
Wir mögen auch sehr, ganz unterschiedliche Ladenbesitzer und Gründer kennenzulernen, die zumeist eine sehr spannende Lebensgeschichte zu berichten haben.
Nervig ist oft die Administration, also das Einpflegen von Blogposts, das Einhalten der Form (z.B. bei der Schreibweise der Ladenöffnungszeiten – es soll sich ja jeder Artikel gestalterisch perfekt einfügen).

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Bei „Unterhaltung Lieblingsstücke“ in Dortmund

 

Was macht ihr, wenn ihr nicht bloggt?

J

anine, die die meisten Texte für POTTSPOTT schreibt, studiert Soziale Arbeit in Düsseldorf und arbeitet auch im sozialen Bereich (Betreuung von Menschen mit Einschränkungen). Ich, Sebastian, arbeite als Fotograf (Hochzeiten, ansonsten viel Ruhrgebietskultur- und kreativwirtschaft).

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Wie wohnst du so?

W

ie Janine wohnt, weiß ich gar nicht so genau, ich bin hyperselten bei ihr.

Wir, also meine Freundin Rayna, unsere Tochter Yana und ich leben im üblichen Mix aus IKEA, teurerem Design und Vintage-Kram. Die Wände weiß, die meisten Böden Parkett. Im Flur und in der Küche gibt es häßliche weiße Fliesen, da wäre uns aber ein Austausch – zumal Mietwohnung – zu teuer und aufwendig.
Zwar sind wir (noch) keine Minimalisten, aber dennoch ist’s hier nicht allzu überladen. Das ist mir persönlich sehr wichtig, damit ich nicht erdrückt werde von meinem Umfeld.
Weiße Wände und die guten Sachen von IKEA (wir hatten z.B. seinerzeit einen Ilse Crawford-Kork-Tisch gekauft, den es nur kurze Zeit gab und auf den wir andauernd angesprochen werden) sind eine gute und bezahlbare Basis. Mal abgesehen von Vitra, habe ich in meinem Leben (okay, seit meiner Kindheit) nie (!) ein anderes Möbelhaus betreten – nie. Im Schlafzimmer sind wir etwas IKEA–freier, mit einem Pappbett von Room-in-a-Box in Petrol (große Empfehlung!) und Componibili von Kartell als Nachtschränkchen–Ersatz.
Jetzt habe ich etwas weit ausgeholt, aber ich breche echt – wenn das Budget knapp ist, und gerade große Möbel sind ja bei Vitra & Co. unheimlich teuer – eine Lanze für IKEA. Die Sachen halten ewig, sind teils selbst Design-Klassiker (Billy) und wie gesagt eine gute Basis für kleinere Design-Objekte.

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Welche ist deine Lieblingsecke bei dir zu Hause?

L

ieblingsecke? Schwierig. Ich sitze gerne und viel am Schreibtisch. Ansonsten haben wir im Schlafzimmer einen Vintage-Sessel stehen, den Rayna schon seit Jahren besitzt – auf dem hocke ich spät abends auch mal ganz gerne. :–)

Warum wohnst du im Ruhrgebiet? Was gefällt dir besonders?

H

ands-down: Das Ruhrgebiet ist die beste Region der Welt. Da braucht man auch nicht drüber zu diskutieren. Wie heißt es im Duisburg-Lied: ,,New York oder Ibiza, ganz egal, Duisburg war schon immer für mich erste Wahl.“ Ich war auf Ibiza, ich war in New York – Duisburg gewinnt. Okay, wir wohnen jetzt zwar in Essen, aber egal, Hauptsache Ruhrpott. Meine Freundin wollte, als es ums Zusammenziehen ging, partout nicht nach Duisburg, so wurde Essen zum Kompromiss (mein Herz gehört natürlich nach wie vor der Stadt an Rhein und Ruhr).
Was spricht für’s Ruhrgebiet? Wir haben einen schlechten Ruf. Dieser ist zwar mehr oder minder unbegründet, sorgt aber dafür, dass der Druck (z. B. auf die Mieten) noch nicht so groß ist. Gleichzeitig sind wir wirtschaftlich nicht so schlecht aufgestellt (man beachte die vielen DAX-Konzerne alleine in Essen!). Es ist lebenswert, aber nicht glatt, nicht gentrifiziert, nicht menschlich kaputt wie vielleicht Teile Münchens. Es gibt Entwicklungsmöglichkeiten – die gibt’s auch im Osten, aber dort häufig ganz ohne Geld. Das Ruhrgebiet findet einen sehr guten Mittelweg.
Dann: Schaut einmal auf die Europa–Karte! Wir sind im HERZEN des Kontinents. Zentraler geht nicht. Ich bin in 40 Min. in den Niederlanden, habe neulich die Familie meiner Freundin in Charleroi (Belgien) am Flughafen abgeholt (2,5 Stunden pro Richtung), wir sind in 2 Stunden easy in Amsterdam, Düsseldorf, Köln, Frankfurt am Main – alles vor der Haustür! Ich bin relativ schnell am Meer, in den Bergen, in Metropolen wie Brüssel. Wir nutzen regelmäßig diverse Flughäfen (Düsseldorf, Köln-Bonn, Dortmund, Weeze, Charleroi) – hier ist die perfekte Basis für Reisen innerhalb Europas!
Was kann man von Berlin aus machen? Nach Frankfurt/Oder fahren. Yeah. Und bald 1 Flughafen benutzen. Juhu.

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Bei Oma Rosa in Dortmund

 

Welchen anderen Blogs folgt ihr, habt ihr Tipps für uns?

M

eine (Sebastians) Lieblings–Blogs:

http://convoy.tumblr.com/

https://www.designtagebuch.de/

http://thevoyageur.net/ und natürlich

http://www.pottlecker.de/

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Im Café Kram in Bottrop

Danke, lieber Sebastian und liebe Janine, dass ihr bei der Ruhr-Blogger*innen-Parade mitmacht!

Hier geht’s direkt zu POTTSPOTT.

Kennst du noch andere inspirierende Blogs aus dem Ruhrgebiet? Oder schreibst du sogar selbst einen? Dann melde dich doch! Hier in der Ruhr-Blogger*innen-Parade stelle ich nach und nach Blogs aus dem bzw. über das Ruhrgebiet vor. Hinterlass einfach einen Kommentar oder schreib an bettin@living.ruhr

Das Copyright aller Fotos in diesem Blogpost gehört Sebastian und Janine.

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