Ruhr-Blogger*innen-Parade
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Ruhr-Blogger*innen-Parade: Ruhrwohl – Lifestyle ist auch ’ne Nische

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10 FRAGEN AN … JULIUS VON RUHRWOHL

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Worum geht es in deinem Blog, worüber schreibst du?

Ich bin ein kritischer und oft eher pessimistischer Mensch. Um dem entgegenzuwirken, schreibe ich unter ruhrwohl.de vor allem über Dinge, die mich erfreuen und denen ich ganz bewusst mehr Aufmerksamkeit schenken will. Das kann eine Reise sein oder ein gutes Essen, mein Lieblings-Gin oder ein Gespräch, was mich zum Nachdenken gebracht hat. Und da ich mich in meiner Wahlheimat dem Ruhrgebiet besonders wohl fühle, habe ich mir den Namen ruhrwohl überlegt.

Seit wann gibt es deinen Blog?

Den Blog gibt es gedanklich seit etwa zwei Jahren, faktisch online ist er seit zwei Monaten. In dieser Zeit habe ich vergeblich versucht „meine“ Nische zu finden, wie es einem immer so schön empfohlen wird. Stattdessen bin ich jetzt gegen jeglichen Rat und SEO-Sinn mit einem breitgefächerten Lifestyle-Blog online gegangen.

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Ein schönes Motiv an einem usseligen Novembertag: Flamingo im Westfalenpark

Wo bzw. wie findest du neue Blogthemen, was inspiriert dich?

Das ist ganz unterschiedlich. Mal finde ich einen interessanten Artikel in einer Zeitung oder in einem Magazin, mal höre ich etwas im Radio oder lese auf einem anderen Blog von etwas, das mich begeistert. Wichtig ist mir, dass ich immer zu 100 Prozent hinter dem stehe, was ich da zeige. Aus diesem Grund habe ich schon einige Werbeanfragen abgelehnt, da mich das, was ich da präsentieren sollte, einfach nicht besonders interessiert hat.

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Nirgends gibt’s so schöne Läden wie in Holland! (behaupte ich jetzt einfach mal frech)

Hast du einen aktuellen Lieblingspost auf deinem Blog?

Ich mag den Beitrag zu meiner Italienreise aktuell ganz gerne. Zum einen, weil es mittlerweile in Deutschland doch echt herbstlich-frisch geworden ist und man sich so ein bisschen zurück ins Warme träumen kann, zum anderen, weil die Stadt Matera mich wirklich überrascht hat. Ich war etliche Male in Italien und hatte nicht damit gerechnet, dass ich noch etwas entdecken kann, das mich so in den Bann zieht. Die außergewöhnliche Architektur, die Felsenwohnung, in der wir übernachtet haben und die Atmosphäre in der Stadt – das alles ist ziemlich einmalig.

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Matera: für Julius ein ganz besonderer und faszinierender Ort in Italien

Was liebst du am Bloggen, was nervt?

Ich mag es sehr, unterwegs zu sein und Fotos zu machen. Dann plane ich im Kopf den Post vor. Manchmal sind es ganze Absätze, die gedanklich schon formuliert sind. Doch dann kommt oft alles anders und Bilder, die ich in dem Moment des Fotografierens super-toll finde, verwende ich zum Beispiel im Blogpost gar nicht. Und da wären wir auch schon bei einem Punkt, der mich echt nervt. Ich bin ziemlich detailverliebt und pingelig. Ich verbringe zig Stunden damit, Bilder hin und her zu schieben, Zusammenstellungen zu basteln, die zu verwerfen und wieder von neuem zu beginnen. Da wäre ich ab und zu gerne etwas entspannter.

Was machst du, wenn du nicht bloggst?

Ich arbeite als PR-Berater in einer Agentur in Münster und pendel fast täglich zwischen Bochum und meinem Arbeitsort. Anfangs fand ich das belastend, da echt viel Zeit dabei draufgeht. Mittlerweile genieße ich es total, morgens erst einmal in Ruhe etwas lesen zu können, bevor ich mich mit Arbeitsdingen beschäftigen muss. Und abends schlafe ich meist die Stunde Fahrt über. Ansonsten reise ich gerne, fahre Rad und koche viel.

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Es muss nicht immer Italien sein. Auch Giethoorn hat so einiges zu bieten!

Wie wohnst du so?

In meiner Wohnung gibt es viel Holz und Weiß. Ich habe keine farbigen Wände und keine Tapete, auch alle Möbel sind unauffällig. Der wichtigste Raum ist für mich meine große Küche. Hier verbringe ich die meiste Zeit und habe mir einen zwei Meter langen grob-verarbeiteten Teakholztisch gegönnt. Für mich sind allgemein natürliche Materialien sehr wichtig. Zudem habe ich sehr viele Zimmerpflanzen, da ich mittlerweile den Dreh mit dem grünen Wohnen raushabe. Früher überlebten selbst Kakteen bei mir nicht lange. Die Zeiten sind zum Glück vorbei 🙂

Welche ist deine Lieblingsecke bei dir zu Hause?

Meine Lieblingsecke befindet sich im Wohnzimmer. Ich wollte keine klassischen Regale oder eine Schrankwand haben und hatte deshalb übergangsweise ein paar Obstkisten aufgestellt. Das ist nun fast drei Jahre her. Aus dem Provisorium wurde ein geliebter Dauerzustand. Morgens scheint hier die Sonne auf die Monstera und die Obstkissen. Dann sitze ich auf dem Sofa und beobachte das Lichtspiel an der Wand.julius-brockmann-wohnzimmer

Warum wohnst du im Ruhrgebiet? Was gefällt dir besonders?

Ich bin nach dem Studium durch Zufall im Ruhrgebiet gelandet und war anfangs ziemlich geschockt: Man muss hier schon genau hinsehen, um das Schöne zu finden. Nach und nach habe ich aber festgestellt, wie spannend es sein kann, die Gegend zu erkunden, wie viel Kultur- und Freizeitangebote es gibt und wie schnell man im Grünen ist. Zudem mag ich die Menschen, ihre direkte, offene Art und das nicht alles so glatt und perfekt ist wie zum Beispiel in Münster.

Welchen anderen Blogs folgst du, hast du Tipps für uns?

Ich folge Jana und Lars von tellerabgeleckt, Berit von Marmeladekisses, Juli von Juli Pott und Tine von pottlecker sehr gerne. Zugegeben, alle kenne ich persönlich. Irgendwie verbindet mich dann mehr mit den Menschen und den Blogs, wenn ich die Macherinnen schon einmal „im echten Leben“ getroffen habe.

Das Foto ganz oben von Julius hat Angela Bleck gemacht, hier findest du mehr von ihr. Alle anderen Fotos sind von Julius.julius-brockmann-schlaeft

Danke, lieber Julius, dass du bei der Ruhr-Blogger*innen-Parade mitmachst!

Kennst du noch andere inspirierende Blogs aus dem Ruhrgebiet? Oder schreibst du sogar selbst einen? Dann melde dich doch! Hier in der Ruhr-Blogger*innen-Parade stelle ich nach und nach Blogs aus dem bzw. über das Ruhrgebiet vor. Hinterlass einfach einen Kommentar oder schreib an bettin@living.ruhr

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