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Sieben Sachen, die den August schöner machen

Sieben Sachen August

Sieben Sachen, die den August schöner machen

August: Das Sommerloch ist tief, sehr tief. Selbst die Olympischen Spiele machen in diesem Jahr irgendwie einen trägen Eindruck. Oder kommt mir das nur so vor, weil ich im Urlaub bin? Und weil es hier heute wie aus Kübeln schifft? Wie auch immer, ich sitze in unserem urgemütlichen Ferienhaus am Chiemsee und habe den Tag damit verbracht, für euch sieben Sachen rauszusuchen, die ich am liebsten alle hätte und die euch hoffentlich den August versüßen. Also auch bzw. vor allem denjenigen, die gerade nicht in der Hängematte liegen …

1. Locker vom Hocker

Klischee-Schublade auf: Afrikanische Wohnaccessoires, das klingt ein bisschen nach politisch korrekter Dritte-Welt-Lahocker district sixden-Folklore mit bunten Holzperlenketten. Ist aber Quatsch, also Klischee-Schublade wieder zu: Caroline Adam aus Berlin bringt das junge, designorientierte Südafrika nach Europa. Natürlich finden sich teils traditionelle Motive in den Möbeln und Accessoires wieder, aber vor allem verkauft Caroline unter dem Label district six sowohl in ihrem Laden in Kreuzberg als auch im Online-Shop moderne, teils sogar skandinavisch anmutende Produkte von südafrikanischen Designern. Zum Beispiel diesen Hocker von Indigi Design mit der gelungenen Mischung aus rot-weißem Ethno-Muster und Metall. Rot ist überhaupt eine tolle Farbe, die für meinen Geschmack im Interior-Bereich ruhig öfter eingesetzt werden könnte.

2. Die spinnen ja wohl!

Auf die Idee muss man erst mal kommen: Die Kanten, die beim Weben von Wolle entstehen, nicht wegzuwerfen, sondern weiterzuverarbeiten. Tina Wendler, Mitinhaberin einer Wollweberei, und Lara Wernert, Mode- und Textildesignerin, tun seit einem Jahr genau dieses: Sie erkannten den Wert der Webkanten als Ausgangsmaterial für etwas ganz Neues, und 13 Rugsmachen daraus nun unter dem Namen 13Rugs Tip-Top-Teppiche! Die Webkanten werden in einem ziemlich aufwendigen Verfahren miteinander verfilzt, von einer Seite mit Stoff versehen und dann nochmal miteinander verbunden. Heraus kommt eine Art Wendeteppich, der von einer Seite eine weiche gestreifte, von der anderen eine eher stoffliche Optik hat. Jedes Stück ist ein Unikat, hochwertig, lichtecht und ziemlich unkaputtbar. Und total schön obendrein!

3. Skanindisches Design

Minna Hildebrandt ist Dänin und Indien-Fan. Unter ihrem Label Bungalow bringt sie – konsequenterweise – skandinavisches und indisches Design zusammen. Sprich ihr gelingt es, Bungalow Porzellanzum Beispiel Keramik gleichzeitig schlicht und orientalisch zu gestalten. Die Formen sind in aller Regel eher reduziert, aber die Ornamentik indisch-verspielt, also mit Paisley, floralen und anderen traditionellen Mustern versehen. Bollywood ohne Kitsch sozusagen! Diese Muster werden nicht nur auf Geschirr, sondern auch auf Stoffe und Papier gedruckt. Und erst die satten Farben! Was für ein Grün (Limette? Kiwi? Apfel?)! Toll toll toll!

4. Jorine im Wunderland

Ich freu mich immer, wenn ich Designer entdecke, die ihren Job mit einer Prise Humor würzen. So wie Jorine Oosterhoff zum Beispiel. Wenn ich mir ihre Porzellan-Preziosen so angucke, Jorine oosterhoff tea timemöchte ich drauf wetten, dass sie extrem viel Fantasie hat und total gerne lacht. In ihrem Studio in Arnheim entwirft die Holländerin zum Beispiel  Snout Caps, das sind Becher, die, wenn man den letzten Schluck trinkt, ihre Unterseite offenbaren: Schnauzen von Hunden, Katzen, Schweinen und Kühen. Oder diese herrlichen Tea-Time-Serie auf dem Foto, inspiriert von Alice im Wunderland: Ist das nicht spitze? Jorine arbeitet viel ganz traditionell mit Porzellan, aber auch mit dem 3-D-Drucker, mit dem sie ganze Lampen aus Nylon ausdruckt. Und schaut euch mal auf ihrer Website diese fein zieselierten Papierblumen an, super sind die, oder? Ich glaube fast, es wird mal wieder Zeit für einen Ausflug nach Arnheim …

5. Das Herz schlägt pink

Ich bin ja schon ganz lange ein Le Creuset Fan. Die französischen Emailletöpfe sind das Beste, was mir bislang unter den Kochlöffel geraten ist. Die Originalfarbe, dieser Rotton mit einem leichten Farbverlauf, ist ja oft kopiert und nie erreicht und einfach ein Klassiker. Als irgendwann Le creuset chiffon pinkder Elfenbeinton hinzukam, war ich total begeistert. Vor ein paar Jahren wurde die Farbpalette dann immer bunter, teils sogar gewagt. Und jetzt endlich ist der Olymp erreicht, die Farbe aller Farben, die mein (längst erwachsenes) Mädchenherz höher schlagen lässt: ROSA!!! Schaut selbst, sind nicht alle Teile der Serie „Chiffon Pink“ auf dem Foto einfach nur schön (bis auf die Herzchendosen, die sind selbst mir zu niedlich)? Der Becher für Kochutensilien! Der Topf! Der Bräter! Und die Pfeffermühle mit dem creuset-typischen Farbverlauf hin zum satten Pink! Da kommt bei mehr Weihnachtsvorfreude auf als bei jedem Spekulatius!

6. Sitzkissen

oyoy poufsPoufs sind ja das Must have der 2010er Jahre. Als mobiles Sitzmöbel sind sie total praktisch, weil man sie durch die Gegend tragen kann (wenn auf Dauer auch ein bisschen unbequem, weil man sich nach spätestens einer Stunde eine Rückenlehne herbeisehnt). Und sehr schön, wie zum Beispiel diese Modelle von oyoy mit den grafischen Mustern und den Ledergriffen. Der dänische Hersteller legt besonderen Wert auf die Qualität seiner Produkte (das sagt allerdings jeder über sich) und gibt ihnen als besonderen Twist dieses gewisse leichte japanische Flair, das auch die Poufs ausstrahlen (man stelle sich Wände aus Pergament drum herum vor oder Bambus-Teppiche unten drunter).

7. In trockenen Tüchern

rice trockentuch schwein
Wenn es diese Geschirrtücher in meiner Kindheit schon gegeben hätte, wer weiß, vielleicht hätte ich mich mit meinen Schwestern nicht so darum gezankt, wer mit Abtrocknen dran ist … Das Wichtigste ist natürlich die Saug- und Trockenfähigkeit, aber das Auge isst ja mit bzw. trocknet mit ab. Weil ich mich nicht entscheiden kann, ob ich das Tuch mit Kirschen oder rice trockentuch kirschenSchweinchen besser finde, zeige ich euch einfach beide. Falls ihr Kinder habt, könnt ihr ja alle zwei kaufen, denn die Kleinen werden sich darum reißen, wer abtrocknen darf 😉 Wie so oft kommen auch diese schönen Küchen-Textilien (40 x 60 cm) aus dem Hause Rice.

 

 

 

So, das war’s schon wieder für diesen Monat. Hat dir meine kleine Auswahl gefallen? Hast du vielleicht Wünsche und Anregungen fürs nächste Mal? Dann hinterlasse doch einen Kommentar, ich freu mich drüber 🙂

 

10 Kommentare

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  3. Nina sagt

    Liebe Bettina,
    ich finde diese Poufs von oyoy ganz toll. Wo kann ich die kaufen? LG Nina

    • Bettina sagt

      Liebe Nina, schau mal auf die Website von oyoy (Link oben im Artikel), da sind Geschäfte aufgelistet, die die Produkte haben. Ansonsten gibt es diverse Online-Shops, über die diese Poufs bestellt werden können. Aber Achtung, die Preise für ein und denselben Pouf schwanken erheblich!!! Herzlich, Bettina

  4. Claudia Klostermann sagt

    Liebe Bettina,

    Bungalow steht schon lange auf meiner shopping-Wunschliste für Birkenlund!
    Wunderschöne Muster und Farben, wirklich skandinisch.
    Sobald ich ein wenig Platz habe…
    LG aus Sundern!

    Claudia

    • Bettina sagt

      Super, da freu ich mich schon drauf 🙂 Hoffentlich müssen wir nicht bis Weihnachten auf dein nächstes Birkenlund-Wochenende warten!?
      Liebe Grüße vom Chiemsee, Bettina

  5. Hannah sagt

    Ich finde diese Blogposts über sieben Sachen ganz toll und warte jetzt immer jeden Monat darauf. Die Geschirrtücher mit den Kirschen sind einfach super!

    • Bettina sagt

      Danke, liebe Hannah 🙂 Und viel Spaß beim Abtrocknen 😉

  6. Jenny sagt

    Hallo, ich bin auch Rosa-Fan! Am besten gefallen mir die Kochlöffel! Liebe Grüße aus Essen, Jenny

    • Bettina sagt

      Ja, liebe Jenny, die sind super, finde ich auch 🙂

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