Und sonst
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Urban Jungle Bloggers: KITCHEN GREENS

Urban Jungle Bloggers

Das Ruhrgebiet? Ein Dschungel!

Nachdem ich viele Jahre in schöner Regelmäßigkeit an meinen guten Vorsätzen fürs neue Jahr gescheitert bin (mehr Sport, weniger Rotwein, regelmäßig den Hund bürsten, einen Blog schreiben etc.), hatte ich’s eigentlich drangegeben.

Nun hab ich im Juni 2015 endlich living.ruhr gestartet. Und seitdem nehme ich mir jeden Monat vor, mal was mit den Urban Jungle Bloggers zu machen. Hat nie geklappt – entweder keine Zeit oder zu faul oder zu uninspiriert. Ich habe mir zwar immer mit Genuss die Beiträge anderer Blogger zum Thema Wohnen mit Pflanzen angeschaut, aber es selbst einfach nicht auf die Reihe gekriegt – mit wachsendem Unmut. Das soll sich 2016 unbedingt ändern!!! Denn erstens liebe ich Pflanzen und zweitens finde ich die Idee hinter Urban Jungle Bloggers total charmant (s. rosa Kasten am Ende des Posts).

Urban Jungle Bloggers

Okay, und hier isser nun, mein erster Urban-Jungle-Blogpost, und ich hoffe sehr, dass er euch gefällt. In diesem Monat lautet das Thema „Kitchen Greens“, also Grünzeug in der Küche. Na toll, ausgerechnet da haben wir nicht so viel. In unserer Küche steht links auf der Fensterbank meist ein Basilikum-Pöttchen. Alle anderen Kräuter sind draußen im Gewächshaus oder kleingehackt im Eisfach. Sprich Grün ist als Farbe in unserer himbeerquarkrosa gestrichenen Küche nicht wirklich dominant. Aber ich will da jetzt endlich mal mitmachen, verdammt!

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Immerhin wohnen auf besagter Fensterbank auch noch zwei Kakteen. Der eine, inzwischen 50 cm hoch, ist ein Mitbringsel aus einem italienischen Garten (damals 10 cm hoch), der andere, mickrige 20 cm, aus dem REWE um die Ecke. Was die beiden Stachelträger zu etwas Besonderem macht, sind die Figürchen – mein Liebster hat dafür den Begriff „szenisches Gärtnern“ geprägt und wir wollen dieses Projekt gemeinsam noch weiterspinnen, denn es birgt enorme Gestaltungsmöglichkeiten 😉

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Der große Kaktus zum Beispiel ist die Kulisse einer ziemlich spannenden Geschichte um zwei Cowboys, die sich standesgemäß am Ende gegenseitig erschießen. Im kleinen Kaktus sorgt eine Heiligenfigur, mitgebracht aus dem größten hinduistischen Tempel Londons, für spirituelle Atmosphäre. Dem Kerl fehlt ein Arm, und ich habe schwer einen der Cowboys im Verdacht, so dass ich vorsichtshalber ein paar andere Sachen zwischen die beiden Pflanzen gestellt habe. Seitdem ist Ruhe im Karton.

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Damit dieser Blogpost nicht schon genau hier endet, hab ich für die Foto fix ein paar Zimmerpflanzen aus dem Wohnraum rübergeholt und drappiert. Clever, oder?

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Oben auf dem Kühlschrank in dem Glastopf steht eine von diesen namenlosen Pflanzen, die, auch wenn man sie kaum gießt, unverdrossen weiter wachsen und immer längere Triebe ausbilden. Früher wuchsen sie in Wohngemeinschaften quer durch mehrere Zimmer! Apropos früher, bevor meine zimmerpflanzenfreie Zeit, die etwa von 1995 bis 2015, also zwanzig Jahre dauerte, begann, hatte ich unter anderem eine Zimmerlinde in der Küche, unter der man sitzen konnte! Von verschiedenen traurig-trockenen Ficus Benjamini und spinnmilbenumwobenen Asparagus-Pflanzen ganz zu schweigen. Und erst die ganzen Drachenbäume und Yucca-Palmen, die immerhin ohne Nährstoff in ihrer Erde viele Jahre tapfer durchhielten, um schließlich beim Umzug stehengelassen zu werden. Naja, ich war jedenfalls lange der Meinung, Pflanzen gehören nach draußen. Mittlerweile denke ich eher, Pflanzen gehören überall hin, und seit einiger Zeit kommt immer mal wieder ein kleines Töpfchen hier und da dazu.

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Zum Beispiel im letzten Jahr eine Orchidee. Und das mir als Orchideen-Hasserin! Aber diese besondere, in einem wunderschönen Rot-Pink-Ton blühend, entdeckte ich in Kopenhagen im Blumenladen am Rande des Botanischen Gartens. Ich kaufte sie in dieser hübschen, von der Besitzerin des Ladens mit Vogel-, Blumen- und Schmetterlingsmotiven selbst beklebten Dose, die ihr auf dem Foto seht. Was ihr nicht seht, sind jene wunderschönen rot-pinken Blüten, denn nach zwei Monaten waren die verwelkt und seitdem tut sich nix in dem Topf, aber auch gar nichts, obwohl ich der Pflanze brav jeden Sonntag ein Tauchbad verpasse. Naja, ich gebe sie noch nicht auf und hoffe auf den Frühling!

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Das kleine Pflänzchen vor den Kochbüchern mit diesen schönen kreisrunden Blättern heißt „Pilea peperomioides“. In etwas größer hatte ich sie auf verschiedenen Pflanzenblogs gesehen, fand sie super und hab mir im Internet gleich zwei Exemplare bestellt. Das eine steht zu Hause auf einer sonnigen Fensterbank, das andere in meinem nach Norden ausgerichteten Büro. Zwei völlig unterschiedliche Standorte, aber komischerweise wachsen sie beide nicht, ich muss mal recherchieren, ob ich was falsch mache. An mangelnder Pflege oder Liebe kann’s jedenfalls nicht liegen. Und schön ist sie, die Kleine, oder? Ich bleibe jedenfalls dran, so schnell gebe ich nicht auf. Ich nicht!

Und ihr? Wie sieht’s bei euch auf den Fensterbänken aus? Urban Jungle oder doch eher trostlose Wüste?

UJB-sidebar-coralURBAN JUNGLE BLOGGERS – WER IST DAS?
Die Urban Jungle Bloggers wurden 2013 von der Holländerin Judith de Graaf (www.joelix.com) und dem Münchner Igor Josifovic (www.happyinteriorblog.com) ausgeheckt. Die beiden pflanzenverrückten Interior-Blogger veröffentlichen allmonatlich ein Thema in der Community, zu dem dann Blogger weltweit Posts veröffentlichen – eine globale grüne Familie sozusagen. Gefällt mir!

 

 

10 Kommentare

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  3. Christel sagt

    Sehr hübsch, dein urbaner Küchendschungel! Als leidenschaftliche Züchterin von „Geldbäumen“ (auch bekannt als Crassula argentea, Dickblatt, Elefantenbaum, Speckeiche oder Judasbaum – logisch, dass ich den Begriff „Geldbaum“ bevorzuge, oder?) habe ich nur die – allerdings in allen Größen und Formen. Ich habe nachgelesen, warum sie bei mir so gut gedeihen…. sie „verzeihen kleine Pflegefehler!……

    • Bettina sagt

      Danke, liebe Christel! Ich kenne diese Pflanzen als „Pfennigbäume“, allerdings gefällt mir spontan der Name „Speckeiche“ noch besser. Hört sich an, als wenn das ein perfekter Hausgenosse für mich wäre 🙂

    • Christel sagt

      Züchte dir gerne mal eine Speckeiche, liebe Bettina, (hatte ich ja sowieso schon versprochen), auch wenn der Vergleich ja wohl mehr als an den Haaren herbeigezogen ist … 😉

    • Bettina sagt

      Das Angebot nehm ich gerne an und freu mich schon drauf 🙂

  4. Ich glaube mit der Orchidee meinst du es noch viel zu gut, 14tägiges Tauchbad reicht komplett, Orchideen wollen gequält werden, meine habe ich ca. 6 Wochen lang nicht gegossen und ihr gedroht, jetzt fliegst du in den Müll, und siehe da sie blüht wieder!!!

    😉

    • Bettina sagt

      Danke, liebe Sigi, das werde ich beherzigen! Noch heute Abend werde ich ihr drohen 😉

  5. Ingo Meyer sagt

    Was ist mit meinem Usambaraveilchen aus Kopenhagen, warum wird das verschwiegen?
    „Lügenpresse!“ möchte man da rufen :))

    • Bettina sagt

      Dein Usambaraveilchen wollte ich eigentlich für einen späteren Blogpost noch als As im Ärmel behalten, mein Lieber <3

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