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#Wohnen wie’s im Buche steht: Style Interiors

Style Interiors Frechverlag

Zuhause hoch zwölf

Was haben Tina, Mette, Line, Signe, Gitte, Sarah, Anja, Susanne, Luise, Mikala, Annemarie und Rasmus gemeinsam? Einiges: Sie wohnen in Skandinavien, sie pflegen ein Faible für Einrichtungen, und sie haben allesamt traumschöne Häuser oder Wohnungen. Gemeinsam spielen sie die menschlichen Nebenrollen in dem Bildband „Style Interiors“, herausgegeben von der Münchener Interior Designerin Marion Hellweg.

Die Hauptrolle spielen Möbel, Teppiche, Tapeten, Bilder, Pflanzen und Räume. Keine der Einrichtungen ist von der Stange, jede einzelne ist liebevoll zusammengestellt bis ins letzte Detail. Prunk und Protz sucht man vergebens: Hier geht’s nicht um möglichst teure Designermöbel, sondern um persönlichen Stil. Und da hat jede einzelne Wohnung ihren ganz besonderen: viel skandinavisch Schlichtes, aber auch Verspieltes, Buntes, Altes, Zusammengewürfeltes und teils sogar Kitschiges – was ich besonders angenehm finde, denn mehr und mehr geht mir kühles, allzu „erwachsenes“ Design auf den Keks. Obwohl so richtig nerven tut es mich gar nicht, stelle ich gerade fest, eher langweilt es mich. Aber das nur nebenbei. So, nun aber von der Theorie zur Praxis: drei Beispiele!

Style Interiors Frechverlag

Erstens: Tina aus Kopenhagen steht auf Retro-Möbel und mag auffällige Farbtöne und Muster (ich auch!). Ihre Altbauwohnung ist ein Mix aus Secondhandmöbeln, Selbstgebautem und vor allem vielen knalligen Farbtupfern.

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Zweitens: Die Redakteurin Line sammelt Kunst, Antiquitäten und steht ebenfalls auf auffällige Farbakzente. Für sie sind ihre Bilder nicht einfach nur Wanddeko, sondern ein gleichberechtigter Teil der Einrichtung und eng mit einzelnen Möbelstücken verbunden. Im Esszimmer passen ein geerbter Riesentisch, klassische Thonet-Stühle und wertvolle japanische Holzschnitte erstaunlicherweise prima zusammen.

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Drittens: Auch Gitte setzt auf einen Mix. Die Lieblingsfarbe der Malerin ist weiß, und so sind alle Böden, Wände und Decken schneeweiß gestrichen. Eine strahlende und trotzdem neutrale Kulisse für ihre Antiquitäten, ihre Zitronenbäume und ihre Malereien. Und für eine zauberhafte Vintage-Porzellan-Sammlung in der Küche.

Fazit: Insgesamt gibt’s in „Style Interiors“ ein Dutzend Wohnreportagen mit vielen Fotos und kurzen Texten mit Zitaten der Bewohnerinnen, womit wir beim einzigen Manko des Buches wären: Die Texte sind ziemlich belanglos. Am besten man schaut es sich als Bilderbuch an, dann entdeckt man emotionales Design in Bestform!

Übrigens: Wenn ihr Tipps für Interior-Bücher habt, immer her damit! Ich sammle sie ja leidenschaftlich und freue mich immer über Bände, die ich noch nicht kenne!

„Style Interiors“ ist im BusseSeewald/Frechverlag erschienen. Wenn’s gefällt, könnt ihr es zum Beispiel hier bestellen. Das Copyright für die obigen Fotos liegt beim Frechverlag.

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